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    <dc:publisher>BatesMotel</dc:publisher>
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    <title>BatesMotel</title>
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  <item rdf:about="http://batesmotel.twoday.net/stories/1277552/">
    <title>TAG 42. Vorbei.</title> 
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    <description>Fast alles ist zusammengepackt. Ich hab noch einen Einzelgespr&amp;auml;chstermin, einen Arztbesuch und dann war&amp;acute;s das. Zu Ende packen und den letzten Abend gestalten. Habe gestern C. zum Bahnhof gebracht und heute K. verabschiedet. Bemerkt, wie sehr mein Reha-Verhalten mein Drau&amp;szlig;en-Verhalten spiegelt: Drau&amp;szlig;en zieh ich mein Ding alleine durch und auch hier habe ich mich an niemanden gebunden. F&amp;uuml;r K. und C. war der Abschied hart. Ich verabschiede mich ohne Tr&amp;auml;ne im Knopfloch. Unsentimental. Selbst die wirklich liebe Verabschiedung durch meine Sport-Therapeuten (Frau L. hat mich in den Arm genommen, Herr K. betont, ich m&amp;uuml;sse unbedingt in die Gegend wiederkommen &amp;#8211; aber zum Urlaub!), das hat mich bewegt, aber nicht zum Heulen gebracht. Nach der Inflation von Tr&amp;auml;nen, der gro&amp;szlig;en Flutwelle all&amp;uuml;berall, geh ich &amp;#8211; trocken. Und mit einem unfertigen Gef&amp;uuml;hl. Ich habe hier einen Prozess begonnen, den ich weiterf&amp;uuml;hren werde. Na klar will ich noch immer alles vermeiden, was mir Angst macht und unangenehm ist, aber ich wei&amp;szlig;, damit komm ich weder weit noch durch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein letztes Einzelgespr&amp;auml;ch ern&amp;uuml;chternd &amp;#8211; ich bin arbeitsf&amp;auml;hig. Wie? Ich bin noch nicht so weit. Ich tauche also in der Klinik-Statistik als geheilt auf, und das z&amp;auml;hlt. Vor allem f&amp;uuml;r die BfA, die mir diese Reha erm&amp;ouml;glicht hat. Meine Stimmungskurven haben sich verbessert &amp;#8211; das stimmt, es GEHT mir besser. Aber bin ich geheilt? Ich bin noch weit davon weg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sa&amp;szlig; bis vor ganz kurzem mit einem Glas Rotwein auf dem Balkon. Mein Abschied von W. heute war ein weiterer Ausflug in den Lightroom. K&amp;ouml;lpiner See, Strandcruisen. Bl&amp;ouml;derweise legte sich sofort der selbe Typ vom letzten Mal zu mir und es dauerte eine Weile bis ich ihn abgesch&amp;uuml;ttelt hatte. (Nachdem alle M&amp;ouml;glichkeiten aus dem Repertoire des &amp;#8222;Training Sozialer Kompetenz&amp;#8220; gescheitert waren.) Ich tat wie mein erster Sex hier &amp;#8211; ich stand auf und ging weiter. Erst pinkeln, dann den Segler anschauen, der unnah von den B&amp;uuml;schen im Gras sa&amp;szlig; und wichste. Da hab ich mich daneben gesetzt und es ihm gleich getan, w&amp;auml;hrend wir uns &amp;uuml;ber das Wetter, den &amp;#8222;Urlaub&amp;#8220; an der Seenplatte und Segelboote austauschten. Auch eine neue Erfahrung. Wie FKK. Also irgendwas hat&amp;acute;s doch gebracht, wenn ich mich nackt an einen Strand lege und im glei&amp;szlig;enden Sonnenschein, bewabert von den Reflektionen, die die Wasseroberfl&amp;auml;che auf meinen K&amp;ouml;rper zaubert, die Haare nass vom S&amp;uuml;&amp;szlig;wasser, der K&amp;ouml;rper ungleichm&amp;auml;&amp;szlig;ig gebr&amp;auml;unt aber 300 Gramm leichter und mit ein paar Muskeln mehr, ein bisschen Fett weniger, meinen Schwanz wichse und wichse, und l&amp;auml;chle und wichse und irgendwann auf das hochgewachsene Gras komme, w&amp;auml;hrend ein Mann mit h&amp;uuml;bschem K&amp;ouml;rper und d&amp;auml;nischem Akzent seine Eier krault. Nicht ankomme. Komme. Oder doch ankomme? Und wieder mal hei&amp;szlig;t es: &amp;#8222;...und jetzt fang ich erst an. Das ist der Anfang.&amp;#8220;</description>
    <dc:creator>BatesMotel</dc:creator>
    <dc:subject>i am the concierge</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 BatesMotel</dc:rights>
    <dc:date>2005-12-15T05:28:09Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://batesmotel.twoday.net/stories/1271758/">
    <title>TAG 41</title> 
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    <description>Der vorletzte und der letzte Tag werden verschmelzen. Dachte ich mir schon. In der Stadt ist Goodbye-Party von D. und Co. Aber da ich an den Massenaktivit&amp;auml;ten eh nie teilgenommen habe und hier schon arg viele Abscheide gefeiert habe, findet das heute ohne mich statt. Ich hab mir 2 strengstens verbotene Flaschen Wein allein geg&amp;ouml;nnt. (2 a 0,2 l.) Zeit, mich wieder daran zu gew&amp;ouml;hnen, dass ich mein Leben selbst bestimme. Harvey grast wie gewohnt (nur jetzt schon zu Taglichtzeiten) vor meinem Balkon. Links &amp;uuml;berrede ich M. zu zwei  (erlaubten) Negerk&amp;uuml;ssen &amp;#8211; pardon, Grabower K&amp;uuml;ssen. Rauche, lese Sven Regener, rechts eine Neue, der ich in Balkon-Kurzfassung von meinem Horror-Einstieg hier berichte. Der Kreis schlie&amp;szlig;t sich langsam. Vom Hafen herauf Kl&amp;auml;nge einer Live-Band. Sieben Br&amp;uuml;cken zu Anfang, H&amp;ouml;lleH&amp;ouml;lleH&amp;ouml;lle zum Schluss. Das &amp;Uuml;bliche. &lt;br /&gt;
Vorfreude auf &amp;uuml;bermorgen. Warum freu ich mich so auf den Hund? Ich wei&amp;szlig; nicht mal ob G. ihn mir leiht. Aber vielleicht brauche ich jetzt einfach dieses eine Wesen, das sich freut mich zu sehen, sich freut, mit mir zu sein und ungest&amp;uuml;m sein zu k&amp;ouml;nnen. Zu rennen, zu spielen &amp;#8211; ohne verbale Kommunikation. Ohne Fragen, Beschwerden, Klagen, Frageb&amp;ouml;gen, Analysen. Einfach nur sein.</description>
    <dc:creator>BatesMotel</dc:creator>
    <dc:subject>i am the concierge</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 BatesMotel</dc:rights>
    <dc:date>2005-12-14T06:06:14Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://batesmotel.twoday.net/stories/1266658/">
    <title>TAG 40</title> 
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    <description>Gruppentherapie geschw&amp;auml;nzt. Stattdessen mit C. und K. nach Klink an den Strand. Die beiden haben sich f&amp;uuml;r den sozialurbanisierten Strand am Tagungszentrum entschieden und ich bin weiter an den K&amp;ouml;lpiner See. Gute Idee, wie sich herausstellte. Ein Typ folgte mir, baute sich am Strand in meiner N&amp;auml;he auf (ansonsten war keiner da, nur die Fische und M&amp;ouml;wen und unz&amp;auml;hlige Marienk&amp;auml;fer) und wir flirteten vorsichtig bis ich meine Sachen packte, langsam in die n&amp;auml;chste Bucht taperte (mich immer wieder umschauend) und er anbiss. Wichsen und blasen im Freien, und gerade als wir fertig waren schlenderten Fu&amp;szlig;g&amp;auml;nger durchs Bild. Definitiv spannender als Probleml&amp;ouml;sungsgespr&amp;auml;che. &lt;br /&gt;
Danach C. und K. aufgegabelt und ins Kino &amp;#8222;The Island&amp;#8220; und dann MacDonalds. Fast wie Urlaub.</description>
    <dc:creator>BatesMotel</dc:creator>
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    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 BatesMotel</dc:rights>
    <dc:date>2005-12-13T07:55:36Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://batesmotel.twoday.net/stories/1261627/">
    <title>TAG 39</title> 
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    <description>Ich mag nicht mehr, will heim. Es soll jetzt endlich vorbei sein. Ich will 9in ruhe gelassen werden. (Achtung Achtung &amp;#8211; hier spreche nicht Ich sondern meine Krankheit. Kotz)</description>
    <dc:creator>BatesMotel</dc:creator>
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    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 BatesMotel</dc:rights>
    <dc:date>2005-12-12T10:16:28Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://batesmotel.twoday.net/stories/1248689/">
    <title>TAG 38, Samstag</title> 
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    <description>Allein unter Schn&amp;uuml;fflern. Auf dem Weg zum Zigarettenschmuggeln nach Polen. Es f&amp;auml;ngt an zu regnen, ich bet&amp;auml;tige die Scheibenwischanlage. &lt;br /&gt;
H. (vom R&amp;uuml;cksitz): &amp;#8222;Mmmmmmh &amp;#8211; has Du da Parfum im Wischwasser? Ich riech das so gerne.&amp;#8220;&lt;br /&gt;
Ich: &amp;#8222;&amp;Auml;h &amp;#8211; nein. Kein Parfum.&amp;#8220;&lt;br /&gt;
H.: &amp;#8222;Ich mag das ja alles gern was so riecht. Nagellack und so weiter.&amp;#8220;&lt;br /&gt;
M. (vom Beifahrersitz): &amp;#8222;Habt Ihr als Kinder auch immer Uhu gekaut? So statt Kaugummi?&amp;#8220;</description>
    <dc:creator>BatesMotel</dc:creator>
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    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 BatesMotel</dc:rights>
    <dc:date>2005-12-09T08:12:39Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://batesmotel.twoday.net/stories/1244035/">
    <title>TAG 37</title> 
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    <description>Ich habe mehr freie Zeit als mir lieb ist und werde ungeduldig auf Berlin. Heute Absage f&amp;uuml;r ein Fernsehprojekt. Das Einzelgespr&amp;auml;ch mit der S. sitzt mir noch im Nacken. Es hat mir die Reha versaut. Dann noch ein Vorfall in der PLG gestern. C. aus O. mit ihrem L&amp;auml;uterungsauftritt. &amp;#8222;Ich bin ein neuer Mensch. Dank Dr. P.&amp;#8220;. So un&amp;uuml;berzeugend &amp;uuml;berzogen wie sie Montag ihre totale Verzweiflung inszenierte, schluchzend, Haare schmei&amp;szlig;end, mit verzerrtem Gesicht, lieferte sie dann gestern anschaulich Christina&amp;auml; Himmelfahrt. Laienschauspiel. &lt;br /&gt;
Gl&amp;uuml;ckwunsch, hiermit &amp;uuml;berreiche ich ihnen den Goldenen P. Ab morgen auch P. light? Musste innerlich grinsen, als sie heute beim Fr&amp;uuml;htreff erfuhr, dass Dr. P. in Urlaub geht. Mal schauen wie lang die alte C. braucht, bis sie die neue C. wieder okkupiert hat. Ich glaube nicht an Wunderheilungen, wei&amp;szlig; aber um die manipulativen F&amp;auml;higkeiten von Psychologen. Immerhin bringen sie sie meist im Dienste des Patienten zum Einsatz. So ein brainwash ist eine Sache. Das olle Ding sauber zu halten wieder eine ganz andere. P. &amp;#8211; jetzt mit Dauerglanz, das w&amp;auml;r&amp;acute;s... aber was w&amp;uuml;rde dann die Waschmittelindustrie sagen...</description>
    <dc:creator>BatesMotel</dc:creator>
    <dc:subject>i am the concierge</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 BatesMotel</dc:rights>
    <dc:date>2005-12-08T06:20:55Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://batesmotel.twoday.net/stories/1239681/">
    <title>TAG 36</title> 
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    <description>5 Wochen rum. Immer weniger Termine, immer mehr Zeit f&amp;uuml;r &amp;#8222;Until I find you&amp;#8220; von John Irving (noch 100 Seiten).</description>
    <dc:creator>BatesMotel</dc:creator>
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    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 BatesMotel</dc:rights>
    <dc:date>2005-12-07T07:35:59Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://batesmotel.twoday.net/stories/1235149/">
    <title>TAG 35</title> 
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    <description>Erst w&amp;uuml;tend, dann irgendwann brach das Lachen durch. Nat&amp;uuml;rlich ausgerechnet bei der progressiven Muskelentspannung, so dass an Entspannung nicht zu denken war, schon gar nicht progressiv. Ausl&amp;ouml;ser war M.M aus L., die sich setzte, den Scho&amp;szlig; mit einem Wolldeckchen bedeckte und ein Kissen in den Nacken stellte, was mich an Annette K. in der 7. Klasse erinnerte, die eine tolle Heidi-Zeichentrick-Persiflage drauf hatte. Indem sie ihren Scho&amp;szlig; mit einem Halstuch bedeckte, sich an den Sitzkanten ihres Stuhles festklammerte und dann mit dem Stuhl hin und herhampelte, lieferte sie eine wunderbare Parodie der gehbehinderten Klara in ihrem Rollstuhl. Der Satz &amp;#8222;Heidi, Heidi, nicht so schnell! Der Bergweg ist so steil!&amp;#8220; war ein hervorragend schm&amp;uuml;ckender Monolog zu dieser Aktion. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
H&amp;ouml;re die &amp;#8222;Nunsexmonkrock&amp;#8220; rauf und runter. Ein Meilenstein der Popgeschichte, mindestens so wichtig wie &amp;#8222;Ray of Light&amp;#8220; und &amp;#8222;Hounds of Love&amp;#8220;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Habe das Video meiner Performance gesichtet. Und war sehr zufrieden. Diverse kleine Kritikpunkte an mir selbst, aber alles in allem gefiel mir, was ich sah. (Was man auf dem TV-Schirm nicht sehen konnte: ich habe gestern meine ersten beiden grauen Brusthaare entdeckt und nat&amp;uuml;rlich sofort entfernt.) Auch L&amp;acute;Or&amp;eacute;al geb&amp;uuml;hrt Lob f&amp;uuml;r &amp;#8222;Perfect Match W8, Caramel&amp;#8220; und Chanel f&amp;uuml;r Pr&amp;eacute;cision T-Mat. Trotz Schwitzens ein glatter matter Teint! Aber das Gesicht wird zu dick - kein Wunder, bei der Ern&amp;auml;hrung hier. Und die Haare waren nicht besonders gut gestylt. Aber sonst &amp;#8211; Performance: f&amp;uuml;r meine Verh&amp;auml;ltnisse und daf&amp;uuml;r, dass es das allererste mal war: eight out of ten.</description>
    <dc:creator>BatesMotel</dc:creator>
    <dc:subject>i am the concierge</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 BatesMotel</dc:rights>
    <dc:date>2005-12-06T07:20:31Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://batesmotel.twoday.net/stories/1230177/">
    <title>TAG 34</title> 
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    <description>beginnt mit Heulen. Weil der Tag beginnt und ich eigentlich weiter schlafen und tr&amp;auml;umen m&amp;ouml;chte. Der vorletzte Einschlafgedanke war suizidal. Ich will weg, aber meine Welt wartet auch nicht gerade fr&amp;ouml;hlich auf mich. Wei&amp;szlig; nicht wie ich die Miete zahlen soll &amp;#8211; damit f&amp;auml;ngt&amp;acute;s schon an. Und wie es weitergehen soll &amp;#8211; keine Ahnung. Ich m&amp;ouml;chte schnellstm&amp;ouml;glich Ver&amp;auml;nderung. Hier raus. Irgendwo anders sein, etabliert sein ohne etwas daf&amp;uuml;r tun zu m&amp;uuml;ssen. Irgendwo ich sein und sein k&amp;ouml;nnen und damit und davon leben. Ich hatte mir so viel von dieser Reha versprochen, zuviel. Wie immer. Mir gehen die Pferde aus, auf die ich satteln k&amp;ouml;nnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Komme aus dem Heulen wollen nicht mehr raus. Was w&amp;uuml;rde helfen? Wenn es Roman-Dimensionen annehmen w&amp;uuml;rde und, for instance, ein echter Antagonist hier auflaufen w&amp;uuml;rde. Vielleicht w&amp;auml;re das ein Roman-Thema. Erzrivalen, die sich in der Psychiatrie, bzw Psychosomatik treffen und angesichts des anderen, der in verwandter Schei&amp;szlig;e steckt, das erste Mal seit langem herzhaft lachen m&amp;uuml;ssen. Aber warum noch Romane anfangen, die eh keiner lesen wird?&lt;br /&gt;
Lichtarbeiter, Mitstreiter in vielen Dimensionen &amp;#8211; es sollte sich doch endlich mal lohnen. Es wir kommen es wird kommen &amp;#8211; nur Geduld... Fuckit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Weg zum Steg an der Feisneck, auf dem ich mit L. sa&amp;szlig;. Aus dem selben Grund, aus dem sie hier her kam. Wenn sie nicht mehr weiter wusste. Kurz vorm Steg ein behindertes Kind im Rollstuhl. Auf dem Steg, trotz Graden in der 10er Gegend heiter ins Wasser hechtend, zwei &amp;#8222;Sommersturm&amp;#8220;-J&amp;uuml;nglinge. Ich sitze, rauche, h&amp;ouml;re die seit drei Monaten ersehnte &amp;#8222;Nunsexmonkrock&amp;#8220; von Nina Hagen. Reflektiere mein Einzelgespr&amp;auml;ch mit Frau S., der Ersatztherapautin, weil Frau H. im Urlaub ist. &lt;br /&gt;
Ich &amp;auml;u&amp;szlig;ere meinen Unmut, meinen Unwillen, l&amp;auml;nger hier zu bleiben.&lt;br /&gt;
&amp;#8222;Ich sehe nicht, was noch passieren soll in den n&amp;auml;chsten 10 Tagen. Das Tempo ist mir zu langsam. Ich kann nicht mehr, ich will nicht mehr, ich brauche mein Zuhause.&amp;#8220;&lt;br /&gt;
Sie l&amp;auml;sst sich etwas einfallen, dass ich merke, dass ich noch weit entfernt bin (9 Tage), mein Leben wieder selbst in die Hand zu nehmen. Wir sprechen meine Expositionsaufgabe &amp;#8222;Lesung&amp;#8220; durch. Wieder geht es um meine Vermeidungstaktiken. &lt;br /&gt;
&amp;#8222;Die bin ich mit Dr. P. doch schon durchgegangen.&amp;#8220;&lt;br /&gt;
&amp;#8222;Aber der hat Sie nicht proben sehen.&amp;#8220;&lt;br /&gt;
&amp;#8222;Ja und? Wenn ich auf eine B&amp;uuml;hne gehe, dann sollte ich besser vorher proben.&amp;#8220;&lt;br /&gt;
&amp;#8222;Sonst etwas?&amp;#8220;&lt;br /&gt;
&amp;#8222;Bauchatmung direkt davor.&amp;#8220;&lt;br /&gt;
&amp;#8222;Und hatten Sie Angst?&amp;#8220;&lt;br /&gt;
&amp;#8222;Ja.&amp;#8220;&lt;br /&gt;
&amp;#8222;Hat man Sie Ihnen angemerkt?&amp;#8220;&lt;br /&gt;
&amp;#8222;Ich hoffe nein.&amp;#8220;&lt;br /&gt;
&amp;#8222;Sehen Sie:  Sie haben Ihre Angst gekonnt &amp;uuml;berspielt &amp;#8211; ich habe nur Gutes &amp;uuml;ber die Lesung geh&amp;ouml;rt von allen mit denen ich dar&amp;uuml;ber gesprochen habe.&amp;#8220;&lt;br /&gt;
&amp;#8222;Ja aber das ist doch gut, oder?&amp;#8220;&lt;br /&gt;
&amp;#8222;F&amp;uuml;r die Lesung schon, aber nicht f&amp;uuml;r Ihre Angstexposition. Dort m&amp;uuml;ssen Sie Ihre Angst zulassen, sich ihr stellen, ohne Vermeidung, ohne Netz.&amp;#8220;&lt;br /&gt;
Wir n&amp;auml;hern uns der richtigen Aufgabe. Kommen auf das Thema des Bewerbungsgespr&amp;auml;chs, bei dem mir allein schon in der Vorstellung vor Angst &amp;uuml;bel wird.&lt;br /&gt;
&amp;#8222;M&amp;ouml;chten Sie ein Test-Gespr&amp;auml;ch?&amp;#8220;&lt;br /&gt;
&amp;#8222;Nein.&amp;#8220;&lt;br /&gt;
&amp;#8222;Warum nicht?&amp;#8220;&lt;br /&gt;
&amp;#8222;Weil ich es nicht kann.&amp;#8220;&lt;br /&gt;
&amp;#8222;Warum glauben Sie es nicht zu k&amp;ouml;nnen?&amp;#8220;&lt;br /&gt;
&amp;#8222;Weil ich Angst haben werde.&amp;#8220;&lt;br /&gt;
&amp;#8222;Und?&amp;#8220;&lt;br /&gt;
Und da fange ich an zu weinen. &amp;#8222;Und weil ich wei&amp;szlig;, dass ich dort niemanden glauben machen kann, ich h&amp;auml;tte keine.&amp;#8220;&lt;br /&gt;
Auf dem R&amp;uuml;ckweg zur Klinik, eine Frau auf dem Fahrrad, mit einem Kopftuch so um den Kopf gebunden, dass sie sich auch gleich ein Schild mit der Aufschrift &amp;#8222;Chemotherapie&amp;#8220; h&amp;auml;tte umh&amp;auml;ngen k&amp;ouml;nnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#8222;Aber warum bringen Sie uns erst bei, wie wir hilfreiche Gedanken entwickeln k&amp;ouml;nnen, wie wir uns mit Atmung beruhigen sollen, wenn wir in der Exposition dann alles wieder vergessen sollen??&amp;#8220;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute den Hasen wieder gesehen. Hallo Harvey. Love, yours, Donnie D.</description>
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    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 BatesMotel</dc:rights>
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  <item rdf:about="http://batesmotel.twoday.net/stories/1220442/">
    <title>TAG 33</title> 
    <link>http://batesmotel.twoday.net/stories/1220442/</link>
    <description>Die Gruppentherapie wird immer unertr&amp;auml;glicher. Heute: Massenweinen. E. aus M., die hier ist, weil sie ein Agressionskontrollproblem hat (sie pr&amp;uuml;gelt ihre Kinder) schl&amp;auml;gt als Thema Trost vor. Wie spendet man sich selber Trost? Flasche Rotwein, 3 DVDs. Kann ich so schlecht sagen. Muss ich auch nicht, denn viel spannender hat L. aus O. einen w&amp;uuml;tenden Gef&amp;uuml;hlsausbruch, weil ihre Eltern sie niemals getr&amp;ouml;stet haben. Ob sie ihren Eltern das mal offen vorgeworfen hat, wage ich zu fragen. Anstatt einer Antwort ein neuer Ausbruch. Jetzt f&amp;auml;llt L. (die sich k&amp;uuml;rzlich nicht minder dramatisch als Stalking-Opfer outete) ein, dass ihr Freund ihr Baby durch Verabreichen von Rizinus&amp;ouml;l abgetrieben hat. Ihr Leid wirkt wie eine amateurhafte Schauspielvorf&amp;uuml;hrung. Vielleicht ist das aber auch das Gesicht des Leides. Und w&amp;auml;hrend sie im Auto ihr Baby verliert, h&amp;ouml;rt ihr Freund eine Mary-Poppins-Cassette. Jetzt weinen auch G., die morgen abreist und immer sehr nah am Wasser gebaut hat (sie wohnt auf einer Insel), auch die neue, S., die zu Hause immer stark sein muss, f&amp;auml;llt in den Gram-Chor ein, des weiteren laufen jetzt auch bei E. aus M. die Tr&amp;auml;nen. L. hat aufgebracht l&amp;auml;ngst die Sitzung gest&amp;uuml;rmt und wird von der Co-Therapeutin exklusiv betreut. Wir machen eine Pause und ich koch Grethe-Weiser-m&amp;auml;&amp;szlig;ig erstmal Kaffee. &lt;br /&gt;
Wieso habe ich bei immerhin 15% der vorgetragenen Leides-Berichte das Gef&amp;uuml;hl, dass sie erstunken und erlogen sind? Ich unterstelle dem Schicksal doch sonst gern eine &amp;uuml;ble Fantasie. Aber dass das Stalking-Opfer allein aus der Schwimmhalle nach Hause gehen musste, weil sie den Freischwimmer nicht schaffte, dann von ihrem Freund das Baby abgetrieben bekam, --- ich wei&amp;szlig; nicht... Sie hat zu jedem PLG-Thema eine passende Trag&amp;ouml;die. G. indes hat einfach ein gro&amp;szlig;es Herz und zuviel Mitleid. Und ich sitze kalt dazwischen. Bei falschen Tr&amp;auml;nen zieh ich die Zugbr&amp;uuml;cke ein. F&amp;uuml;r heute angedroht war auch R.s R&amp;uuml;ckkehr &amp;#8211; das essgest&amp;ouml;rte G&amp;ouml;r, die &amp;#8222;Bordie&amp;#8220;-Queen. Na die wird Augen machen, mit was f&amp;uuml;r Gesch&amp;uuml;tzen L. aus O. aufwartet...</description>
    <dc:creator>BatesMotel</dc:creator>
    <dc:subject>i am the concierge</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 BatesMotel</dc:rights>
    <dc:date>2005-12-02T08:13:31Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://batesmotel.twoday.net/stories/1215687/">
    <title>TAG 32</title> 
    <link>http://batesmotel.twoday.net/stories/1215687/</link>
    <description>Gestern nicht viel getan. Nach Polen zum Zigaretten kaufen, dzien dobry, dzenkuje, do widzenia. Regen Sonne Regen Sonne Regen Regen. Heute das gleiche Klima. John Irving eine Chance zu geben hat sich gelohnt &amp;#8211; allein schon wegen der Sequenz &amp;#8222;kids in the batcave&amp;#8220; und Lucinda Flemmings Anfall. Sehr gelacht, SEHR!&lt;br /&gt;
Sonntag hat hier nicht mal das Internetcaf&amp;eacute; auf, d.h. ein Quickie (egal wie schnell) steht heut auch nicht zur Debatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ost-Akzente gehen mir massiv auf den Sack. Allen voran der der &amp;#8222;kleinen Pionierin&amp;#8220; Z. Eine strammstehende Kotzkuh, ein postkommunistisches Ogganisazjonsdalend das sich auch im BDJ hervorragend gemacht h&amp;auml;tte (ge&amp;#8220;mausert&amp;#8220; vermutlich), das nach der Lesung auf mich zukam und sagte: &amp;#8222;Also DIR h&amp;auml;dd isch des NIE dzujedraut! DIR nie! Eschd nisch!&amp;#8220; Gelte ich angesichts meines Insassen-Status als vermindert zurechnungsf&amp;auml;hig wenn ich die Frau schlage? Oder werde ich Pionier des Tages? Ahoi.</description>
    <dc:creator>BatesMotel</dc:creator>
    <dc:subject>i am the concierge</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 BatesMotel</dc:rights>
    <dc:date>2005-12-01T06:14:19Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://batesmotel.twoday.net/stories/1209319/">
    <title>TAG 31, Samstag</title> 
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    <description>Wieder liegt ein Wochenende vor mir, breit wie die M&amp;uuml;ritz. Das Wetter, wie seit Tagen, regnerisch &amp;#8211; kein Strand, kein Schwimmen, kein Radfahren. Und der neue Irving (&amp;#8222;Until I find you&amp;#8220;) packt mich auch nicht gerade.</description>
    <dc:creator>BatesMotel</dc:creator>
    <dc:subject>i am the concierge</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 BatesMotel</dc:rights>
    <dc:date>2005-11-30T06:01:49Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://batesmotel.twoday.net/stories/1203808/">
    <title>TAG 30, Sex!!</title> 
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    <description>Dr. P. sagte mir gestern im Nachgespr&amp;auml;ch, dass er f&amp;uuml;r mich eine andere Aufgabe ausgesucht h&amp;auml;tte als die Lesung. Entweder h&amp;auml;tte er mich einen schrottigen Text vortragen lassen oder mich in anderer Form der L&amp;auml;cherlichkeit preis gegeben. Shame attack. Gestern war ich heilfroh, dass ich meine eigenen Texte lesen durfte, aber je l&amp;auml;nger ich &amp;uuml;ber die shame attack nachdenke, desto effektiver scheint sie mir. Meine Grundangst verdanke ich schlie&amp;szlig;lich den Arschl&amp;ouml;chern die mich in der Kinderzeit mobbten. Damals habe ich nicht reagiert und dieser Mangel an Reaktion, dieses Unverm&amp;ouml;gen, das Festhalten der Wut, das nicht rauslassen, das verfolgt mich bis jetzt. Steckt seit Jahrzehnten in mir wie ein Steinbaby. Vielleicht w&amp;auml;re es wirklich gut, das Steinbaby in einer kontrollierten Therapie-Situation raus zu lassen und endlich einmal auf die Vorw&amp;uuml;rfe aus der Kindheit zu reagieren. Aber das macht mir Angst, denn ich k&amp;ouml;nnte mir vorstellen zu zu schlagen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
TSK war heute so langweilig, dass ich schon w&amp;auml;hrend der Stunde fast alle Aufgaben im Pr&amp;uuml;fungsheft erledigt habe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Endlich im Internet-Caf&amp;eacute; Gayromeo-Zugriff. Prompt an Land gezogen worden von einem passablen Einheimischen namens &amp;#8222;XXX&amp;#8220;. Nach langem hin und her (meinerseits) an der Shell Tankstelle Richtung Klink getroffen. (Ich hatte erst gez&amp;ouml;gert, dann aber angstvermeidend zugesagt.) Mit beiden Autos Richtung Klink gefahren, rechts in eine Landstra&amp;szlig;e abgebogen, von dort bis ans Seeufer (K&amp;ouml;lpiner See?). Am Ufer entlang in eine wald&amp;auml;hnliche Substanz. Fummeln, Hosen runter ohne K&amp;uuml;ssen, wichsen blasen usw. Schade, mir war nach K&amp;uuml;ssen. Er k&amp;uuml;ndigte sein Kommen an, kam und ging w&amp;auml;hrend ich noch mein Kommen eigenh&amp;auml;ndig veranlasste. Alles in allem ein schnelles Erlebnis. Geradezu t&amp;uuml;rkisch.  Als ich wieder auf dem Parkplatz ankam, war sein Wagen schon weg. So geht also schwuler Sex, wenn es in der Stadt keine Darkrooms gibt. I miss Berlin.</description>
    <dc:creator>BatesMotel</dc:creator>
    <dc:subject>i am the concierge</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 BatesMotel</dc:rights>
    <dc:date>2005-11-29T07:54:12Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://batesmotel.twoday.net/stories/1198514/">
    <title>TAG 29, Die Lesung</title> 
    <link>http://batesmotel.twoday.net/stories/1198514/</link>
    <description>&amp;#8222;Haben Sie sich irgendwelche Vermeidungstaktiken zurecht gelegt?&amp;#8220;&lt;br /&gt;
&amp;#8222;Wie meinen Sie &amp;#8211; nicht dass ich w&amp;uuml;sste. Ich meine, okay &amp;#8211; ich bin geschminkt, aber das geh&amp;ouml;rt f&amp;uuml;r mich zum Auftreten dazu.&amp;#8220;&lt;br /&gt;
&amp;#8222;Dann, Herr L., w&amp;uuml;rde ich Sie bitten, sich das Gesicht zu waschen.&amp;#8222;&lt;br /&gt;
&amp;#8222;Herr P. &amp;#8211; wenn ich irgendwann eine Lesung machen werde, k&amp;ouml;nnen Sie sicher sein, dass ich auf mein Outfit achte und mich schminke. Vor allem, wenn ich wei&amp;szlig;, dass eine Kamera mitl&amp;auml;uft.&amp;#8220;&lt;br /&gt;
&amp;#8222;Sie w&amp;uuml;rden sagen, dass es sich um Eitelkeit handelt?&amp;#8220;&lt;br /&gt;
&amp;#8222;Ja. Ich bin eitel. Sehen Sie &amp;#8211; so sehe ich in Berlin auch aus, wenn ich weggehe. Und die Leute hier kennen mich ja auch ungeschminkt und es ist mehr, weil das ja eine besondere Veranstaltung ist &amp;#8211; da will ich mich doch entsprechend pr&amp;auml;sentieren. Die Angst wird nicht geringer, ob ich jetzt geschminkt oder ungeschminkt bin.&amp;#8220; &lt;br /&gt;
&amp;#8222;Sonst etwas? Die Kaninchenfelldecke &amp;#8211; das Doris Day Autogramm, das Raumparfum &amp;#8211; wollen Sie von sich ablenken?&amp;#8220;&lt;br /&gt;
&amp;#8222;Nein &amp;#8211; das soll eher auf mich hinweisen. Mich illustrieren.&amp;#8220;&lt;br /&gt;
&amp;#8222;Sie sind sich sicher, dass sie sich dahinter nicht verstecken?&amp;#8220;&lt;br /&gt;
&amp;#8222;Nein &amp;#8211; aber wenn ich schon auftreten und lesen muss, dann wenigstens mit einem Minimum an B&amp;uuml;hnenbild, gut geschminkt, und ein bisschen Gardenienspray geh&amp;ouml;rt auch dazu.&amp;#8220;&lt;br /&gt;
&amp;#8222;Gut, Herr L., ich m&amp;ouml;chte Sie bitten, die Angst voll zu zu lassen. K&amp;auml;mpfen Sie sie nicht nieder. Bewerten Sie sie nach dem &amp;uuml;blichen Prinzip. Auf welche Symptome sollen wir achten? Herzrasen, Schwitzen, Zittern? Atemnot? Ohnmachtsgef&amp;uuml;hle? Flauer Magen? Sonst etwas?&amp;#8220; &lt;br /&gt;
Es h&amp;ouml;rt sich ein bisschen an wie ein Verk&amp;auml;ufer, der wissen will, ob nach den Kartoffeln vielleicht noch Mohrr&amp;uuml;ben oder Kohlrabi mit in den Korb sollen. &lt;br /&gt;
Nach der kurzen Instruktion schickt mich Dr. P. in die Arena. Ich komme mir vor  wie in dieser schlimmen Absturznacht, in der ich mich im Vollrausch zwang, mich an ALLES zu erinnern. Und das klappte. Und auch hier &amp;#8211; in der Arena, wo schon die ersten L&amp;ouml;wen einlaufen &amp;#8211; klappt es. Mein erster Gast um viertel vor 5 ist D. aus Stralsund. You&amp;acute;ll be in my mind forever when i recall this event. Wie eine L&amp;ouml;win verteidigt sie die Pl&amp;auml;tze in der ersten Reihe. &amp;#8222;Hier ist reserviert f&amp;uuml;r Team 2!&amp;#8220;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Cora-Anekdote habe ich die Lesung er&amp;ouml;ffnet. Alles lief prima. Die Angst und ihre Symptome reduzierten sich graduell (nach der oben geschilderten Abstufung startete ich mit Herz: 65, Schwitzen: 70, trockener Mund: 30, Zittern: 10. Als ich die Bl&amp;auml;tter zur Seite legte, lag ich bei Herz: 20, Schwitzen: 30, trockener Mund: 5, Zittern: 5) und als nach 45 Minuten mein Vortrag vorbei war, ich meinen Schlussapplaus bekam, war ich erleichtert und fast entspannt. Dr. P. hat die Veranstaltung auf Video aufgenommen und ich werde sie mir wohl oder &amp;uuml;bel anschauen m&amp;uuml;ssen. Das Publikum wurde in meine Endbefragung einbezogen &amp;#8211; ich sollte meine Symptome schildern und selbst einstufen, wie sichtbar sie waren. Nat&amp;uuml;rlich klaffte zwischen Selbst- und Fremdeinsch&amp;auml;tzung eine ziemliche Kluft. Ich h&amp;auml;tte schw&amp;ouml;ren k&amp;ouml;nnen, irrsinnig unsicher gewirkt zu haben. Allerdings habe ich mich selbst &amp;uuml;berrascht, w&amp;auml;hrend des Lesens festzustellen, dass meine H&amp;auml;nde nicht zitterten, dass mich Blickkontakt mit dem Publikum nicht aus der Ruhe brachte. Es gab zwei Situationen, in denen in eine verst&amp;auml;rkte Erregung versp&amp;uuml;rte. Als ich von Kais selbst gebrannter Cd schrieb, von unseren Tr&amp;auml;nen an meinem Anreisetag (da h&amp;auml;tte ich beim Vorlesen beinah mit den Tr&amp;auml;nen k&amp;auml;mpfen m&amp;uuml;ssen, beinahe!) und als ich den Text mit dem Brandloch in der Matratze begann (was doch einen sehr intimer Moment beschreibt, von dem ich nicht wissen wollte, wie er bei Dr. P. ankommt.) &lt;br /&gt;
Einige Textstellen waren holprig, ein paar mal war meine Betonung falsch &amp;#8211; das habe ich auch symptomisch gesp&amp;uuml;rt, aber es war nicht so schlimm wie die schleichende Angst und Besorgnis, die ich vor der Lesung empfunden hatte. Als wir mit der Symptom-Messung fertig waren, fragte mich P., was jetzt f&amp;uuml;r mich der Unterschied war &amp;#8211; warum ich mich jetzt trotz Publikum (das unserer Unterhaltung ja noch interessiert beiwohnte &amp;#8211; ich kam mir ein bisschen nach Jahrmarktsattraktion vor) doch recht wohl zu f&amp;uuml;hlen schien. Ich musste &amp;uuml;berlegen. Das Lesen war die Aufgabe gewesen vor der ich Angst hatte, obwohl ich sie vorbereitet hatte. Auf ein lockeres angenehmes Publikumsgespr&amp;auml;ch war ich nicht vorbereitet gewesen und hatte somit keine Gelegenheit gehabt, mich davor zu f&amp;uuml;rchten. Au&amp;szlig;erdem sp&amp;uuml;rte ich das Wohlwollen des Publikums, sp&amp;uuml;rte, dass ihnen die Lesung wirklich gefallen hatte. Das alles tat sehr gut. Ich konnte sogar witzeln. &lt;br /&gt;
Es tat mir gut, einige erwartete und unerwartete Gesichter im Publikum zu sehen. Ich wei&amp;szlig; nicht warum, aber die Soziotherapeutin Frau A. ein paar mal froh lachen zu sehen, war f&amp;uuml;r mich besonders sch&amp;ouml;n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine Fuck-you-attitude, die ich letztlich auch P. verdanke (&amp;#8222;Was schert Sie der Schei&amp;szlig;, den andere denken?!&amp;#8220;) scheint zu funktionieren. Ich glaube wirklich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei all der Schei&amp;szlig;e, die gerade in meinem Leben stattfindet war diese Lesung heute ein Highlight und ein Meilenstein f&amp;uuml;r mich. Ich musste an G. denken, ihren Alkoholkonsum auf der B&amp;uuml;hne und auch wenn es sch&amp;auml;big ist, mich im Vergleich hervor zu tun &amp;#8211; ich bin stolz, das ohne Alkohol hinter mich gebracht zu haben. Ohne einen doppelten Wodka (wie bei den Nick-Lesungen &amp;#8211; und der Wodka hat nicht einmal geholfen) oder Baldrian oder Koks, E, was auch immer. Zum Feiern ein Glas Sekt w&amp;auml;re sch&amp;ouml;n gewesen. Aber feiern w&amp;auml;re vielleicht auch Quatsch gewesen. Ich muss das wirklich erst mal sacken lassen, wollte die Eindr&amp;uuml;cke auch schnell aufschreiben, solange alles noch frisch in Erinnerung ist. Und habe jetzt schon das Gef&amp;uuml;hl, das alles war eine Art Traum, der schneller vor&amp;uuml;ber ging, als erwartet. (Ich habe nur zwei Mal auf die Uhr geschaut, die praktischerweise in meiner Sichtrichtung angebracht war &amp;#8211; einmal mitten im ersten Text und dann als ich mit dem ersten Text durch war, um zu sehen, wo ich zeitlich stehe.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ich jetzt mein T-Shirt zum Geruchstest heranziehe muss ich sagen &amp;#8211; yes. The smell of fear, unmistakably. Aber ich sage jetzt dazu &amp;#8211; fuckit. Who cares &amp;#8211; ich hatte ne stark parf&amp;uuml;mierte Jacke dr&amp;uuml;ber (okay, Dr. P. &amp;#8211; was das angeht hab ich Sie unbewusst beschissen, das war ne Vermeidungstaktik!) und keiner hat&amp;acute;s gerochen. Ein bisschen Restw&amp;uuml;rde als Anker muss schon m&amp;ouml;glich sein.</description>
    <dc:creator>BatesMotel</dc:creator>
    <dc:subject>i am the concierge</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 BatesMotel</dc:rights>
    <dc:date>2005-11-28T06:20:15Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://batesmotel.twoday.net/stories/1190427/">
    <title>TAG 28</title> 
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    <description>Ich erinnere mich an eine Nacht in der Bar jeder Vernunft. Ich sa&amp;szlig; mit Cora Frost in einer Loge. Im Anschluss an die l&amp;auml;ngst vergessene Veranstaltung ging ein M&amp;auml;dchen mit Bauchladen durch den Raum und verkaufte Nil-Zigaretten und CDs von K&amp;uuml;nstlern, die in der Bar aufgetreten waren. &lt;br /&gt;
Ich sah Cora err&amp;ouml;ten &amp;#8211; wir hatten beide gesehen, wie ein Mann eine Cora-Frost-CD vom Zigarettenm&amp;auml;dchen erworben hatte.&lt;br /&gt;
Seit gestern h&amp;auml;ngen in der Klinik Ank&amp;uuml;ndigungszettel f&amp;uuml;r meine auf morgen, Marilyn&amp;acute;s Todestag, verlegte Lesung. Seit gestern geht es mir st&amp;auml;ndig wie Cora. Die Zettel h&amp;auml;ngen so, dass man automatisch draufschauen m&amp;ouml;chte. Von diesem Draufschauzwang verleitet, ertappe ich mich sprichw&amp;ouml;rtlich immer wieder dabei, immer wieder meinen Namen zu lesen und err&amp;ouml;te (wenn auch mittlerweile zunehmend innerlich). Ganz zu schweigen von den Malen, die ich auf die Lesung angesprochen werde. Das ist mir ein bisschen peinlich. Sowohl das Err&amp;ouml;ten als auch das &amp;#8222;in der &amp;Ouml;ffentlichkeit stehen&amp;#8220;. Nachher schreibe ich vielleicht Cora eine Postkarte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bye Bye Sandra Bullock, entering day 29.</description>
    <dc:creator>BatesMotel</dc:creator>
    <dc:subject>i am the concierge</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 BatesMotel</dc:rights>
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